Energiesparlampen

Energiesparlampe von Philipps
Energiesparlampe von Philipps

Unter Energiesparlampen versteht man allgemein die inzwischen weit verbreiteten und von Brüssel verordneten Kompaktleuchtstofflampen, die technisch zu den Quecksilberdampf-Niederdruckleuchten gehören. Sie verwenden weiter die geläufigen Edison-Sockel mit den E14 und E27 Sockeln. Weitere Leuchtmittel, die aber wegen ihrer höheren Lichtausbeute gegenüber herkömmlichen Glühlampen gleichfalls zu den Energiesparlampen gerechnet werden, sind die schon lange üblichen Leuchtstoffröhren und neuerdings die LED-Lampen. Im allgemeinen Bereich werden Leuchtmittel mit sehr hoher Lichtausbeute, die ebenfalls zu den Energiesparlampen gerechnet werden müssten, kaum eingesetzt: Halogen-Metalldampflampen und Natrium-Dampflampen.

Technische Werte

Die Energieersparnis wird durch drei Faktoren geprägt, die Lichtausbeute, Herstellungskosten und die Lebensdauer. Als Vergleichsmodell werden die Zirka-Werte einer typischen Haushaltsglühbirne mit E27 Sockel und 60 Watt Leistung zugrunde gelegt.

Die Lichtausbeute wird in Lumen (Lichtstärken-Einheit) pro Watt (ml/W) angegeben. Sie liegt bei der normalen Glühbirne bei etwa 10-12 ml/W. Mit der schlechten Energieeffizienz-Klasse D – G werden rund 600 bis 700 Lumen erzeugt. Einfache, gerade gebaute Sparlampen mit typischen 11 Watt haben eine Ausbeute von rund 450 Lumen und entsprechen damit einer 50 Watt Glühbirne. Die Energieersparnis beträgt etwa 70 Prozent und die E-Klasse liegt im Bereich B. Aufwändigere, insbesondere gewendelte Konstruktionen können eine etwas höhere Ausbeute bis 80 Prozent erreichen und in der E-Klasse A angesiedelt sein. Die Lichtausbeute liegt zwischen 40 und 60 ml/W. Der deutlich höhere Anschaffungspreis von Marken-Leuchtmitteln gegenüber Eigen- und Handelsmarken erscheint nicht immer einleuchtend und gerechtfertigt zu sein.

Die höchste Effizienz findet man bei den (noch sehr) teuren LED-Lampen und den Metalldampflampen, die aber meist nur für spezielle Anwendungen zu empfehlen sind. Die Halogenglühlampen für den Haushalt sind eine Zwischenlösung zwischen dimmbaren Glühbirnen – Energiesparlampen sind nur als Sonderkonstruktionen dimmbar – und Kompaktleuchtstofflampen. Die Ausbeute ist gegenüber normalen Glühlampen knapp doppelt so hoch. Sie sparen also im Vergleich etwa 50 Prozent Strom ein und gehören in die Klassen B – E, sind aber überproportional teurer.

Lebensdauer

Alle Leuchtstofflampen, herkömmliche Röhren wie Kompakt-Sparlampen weisen eine 6fache bis 10fache Lebensdauer gegenüber Glühbirnen auf. LED-Lampen können nach Herstellerangaben sogar bis zu 30.000 Stunden Lebenserwartung haben. Die Schaltfestigkeit und die Einschaltdauer, Mankos der ersten Generationen, sind weitgehend überwunden. Alle (!) Leuchtmittel müssen gesondert entsorgt werden, Glühbirnen z.B. wegen der Metalllegierungen der Glühwendel, Leuchtstoffröhren jeder Bauart wegen des Quecksilbergehalts. Sie sind Sondermüll. Auch eingedenk des höheren Aufwandes bei der Herstellung und der schwer kalkulierbaren Entsorgungskosten sind Energiesparlampen insgesamt sehr positiv zu bewerten.

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